G. E. Lessing M. Mendelssohn W. Brandt K. Rauterberg Johannes P. „ ... es bleibet dabei:
Die Gedanken
sind frei!“
Atommülldeponie - Asse II: Vorhergesagte Gefahren werden Realität!
Sicherheit ?
Auf ein Wort ... zur Atomsicherheit
Deutschland ist wütend: Banker der KFW-Bankengruppe haben der Pleite gegangenen Bank „Lehmann Brothers“ in den USA über einen automatisierten Vorgang („technischer Fehler“) noch 350 Millionen Euro überwiesen.
Zitat aus der Braunschweiger Zeitung vom 18.9.08:
"Es ist unerklärlich, dass solche Fehler geschehen. Vermutlich hat man vergessen, eine in der Vergangenheit in Auftrag gegebene Überweisung zu stoppen", sagt Finanzexperte Professor Marc Gürtler von der TU Braunschweig. Er fügt hinzu: "Das Kontrollsystem scheint nicht ausreichend ausgestaltet zu sein."
Hier wird nicht nur deutlich, dass diese Top-Banker offenbar weder Zeitungen lesen noch Radio- oder Fernsehnachrichten hören, oder es wird deutlich, dass sie natürlich als Top-Banker nah an den aktuell berichtenden Medien dran sind, aber sich einen Dreck darum scheren, was mit dem Geld, dass nicht ihnen, sondern den Steuerzahlern gehört, geschieht. Vielleicht leben sie auch in einer von Geld überfüllten Spaßgesellschaft. Wenn man die Pleiten der staatlichen Banken der letzten zehn Jahre betrachtet (Berlin, München, Dresden, Düsseldorf, usw.), bei denen hohe Milliardenwerte regelrecht verpulvert worden sind, braucht man doch kaum noch klare Belege, diese Haltungen zu beweisen.
Ganz deutlich wird durch dieses Geld-Verbrennen der Zustand unserer Gesellschaft: Hartzvier-Empfänger, die ein paar Euro zu viel herausholen, werden sofort mit noch weniger Geld bestraft. Aber Banken vertrauen der Technik offenbar 350 Millionen Euro an, ohne vor dem automatischen Einschalten des Überweisungsvorgangs eine weitere endgültige menschliche Kontrollfunktion einzubauen. Wurde hier ein Arbeitsplatz für einen Menschen eingespart, um die Profitgier noch besser bedienen zu können?: Großzügig im Großen und kleinlich im Kleinen? Verantwortliche Menschen – nicht Maschinen - sollen entlassen werden. (Wie hoch sind ihre Pensionen oder Abfindungen?)
Ach, wie sie jetzt Regulierungen und neue Vorschriften fordern: Politiker, Bänker und Aktionäre, usw. Warum haben sie das nicht nach den Bankenpleiten vor Jahren bereits gefordert und vor allem eingerichtet?
Bei der Automatisierung der Bankgeschäfte und der Spekulationsgier der Banker geht viel Geld verloren. Übersetze ich dieses Verhalten auf die Verantwortlichen und Betreiber der nuklearen Anlagen, bekomme ich Angst, da, geht dort etwas so schief wie bei den Banken, nicht nur Geld flöten geht, sondern auch Gesundheit und im Gaufall Menschenleben und natürlich auch Tierleben, Natur, usw. Wenn in Banken läppische Überweisungsaufträge ohne menschliche Kontrolle automatisiert sind, frage ich mich, wieviel Vorgänge sind ohne menschliche Kontrolle in Atomkraftwerken automatisiert worden auf dem Hintergrund dieser immer wiederholten Aussage:
Die Atomkraftwerke in Deutschland sind die sichersten in der Welt! ????
Heute (20.9.08) lese ich in der Braunschweiger Zeitung, dass Sigmar Gabriel fordert: „Atomaufsicht verbessern!“ Hat er das nach dem Trafobrand im AKW Krümmel nicht auch schon gefordert?
Wie bitte? Ich denke, Deutschland hat die sichersten Atomkraftwerke der Welt? Und dann soll die Atomaufsicht verbessert werden? Wie oft in den letzten Jahrzehnten ist diese Aufsicht eigentlich schon verbessert worden? Und jetzt soll sie schon wieder besser gemacht werden? Wie sicher sollen denn unsere Atomkraftwerke noch werden, noch sicherer als 100, 150- oder 200 Prozent? Hier stimmt doch etwas nicht ....!
Gerade als ich dieses schreibe, erhalte ich aktuell eine Email. Den Text können Sie hier lesen:
Fiasko vorausgesagt
Dieses Fiasko in dem als Atommülllager genutzten Salzbergwerk Asse II und den
Wassereinbruch haben wir Bergleute vorausgesehen. In den 60er-Jahen haben
Wir vom "Ring deutscher Bergingenieure", dem auch Geologen angehören, auf die Gefahr eines Wassereinbruchs hingewiesen. Und zwar aus folgenden Gründen: Die Geologie der Salzlager in diesem Gebiet weisen Sättel und Mulden auf, genau wie im Ruhrgebiet das Steinkohlengebirge. Der Wassereinbruch in einem Salzbergwerk bedeutet den Tod des Bergwerks. Denn die relative Luftfeuchtigkeit der Grubenwetter muss unter 20 Prozent bleiben, weil Salz hygroskopisch (Wasser anziehend) ist. Die Bundesregierung hatte damals ein Konsortium von zehn Geologen gebildet, das darüber entscheiden sollte, ob Asse II als
Atommülllager zu nutzen und der Salzstock bei Gorleben auch dafür geeignet wäre. Sieben
Geologen, die mit der CDU liiert waren, stimmten mit Ja, drei mit Nein. Es durfte eben nicht sein, was nicht sein darf. Die Bergwerke Asse I und Asse III lagen in einer Mulde und sind wegen Wassereinbruchs aufgegeben worden. Asse II steht in einem Sattel, deswegen läuft kein Wasser in die Grube. Aber da Salz hygroskopisch ist, nimmt es begierig Wasser auf. Und so hat sich das Wasser von Asse I und III nach Asse II ? durchgefressen?. Die große Gefahr besteht nun darin, dass die Salzfesten ihre Standfestigkeit verlieren und die Kammern zu
Bruch gehen. Diesen Gefahren hätte man vorbeugen können, wenn man das Standwasser der Gruben Asse I und III durch Pumpen kurzgehalten hätte.
Johannes Bähr, Bad Wildungen“

Herr Bähr, inzwischen über achtzig Jahre alt, ist Geologe. Er kann sich noch gut an das damalige Konsortium erinnern. Den Leserbrief hat er für seine Lokalzeitung, die Waldecker Allgemeine, geschrieben.


Vorsorge gegen Atomverseuchung?

Erinnert sich jemand? Wahrscheinlich in den sechziger Jahren gab es mal Sicherheitshinweise für das Verhalten nach der Explosion einer Atombombe: Gegen den Feuerblitz, so wurde behauptet und geraten, könne man sich schützen, wenn man eine Aktentasche über den Kopf hält.
Lachen Sie nicht, das war eine offizielle Mitteilung.

1981, also fünf Jahre vor Tschernobyl, veröffentlichte der Bundesverband für den Selbstschutz eine Broschüre mit dem Titel: „Selbstschutzvorsorge und Eigenhilfe der Bürger.“ Da man seit der sechziger Jahre wahrscheinlich mit weiteren wissenschaftlichen Forschungen zum Atom neue Erkenntnisse hatte, wurde hier die Schutzfunktion der Aktentasche nicht wiederholt.
Dagegen heißt es:
„Immer wieder hört man die Behauptung „in einem Atomkrieg gibt es keinen Schutz!“ Das stimmt nicht. Diese Behauptung wäre nur dann richtig, wenn man sich einen Krieg vorstellt, in dem ein Land mit einem dichten Teppich von Atombomben belegt würde. In einem solchen Fall, wenn sich die Radien der totalen Zerstörung überschneiden, dann gäbe es tatsächlich keinen Schutz mehr. Durch eine solche Verwüstung und radioaktive Verseuchung aber würde nicht nur ein Land, sondern unter Umständen sogar ein ganzer Erdteil auf lange Zeit unbewohnbar gemacht. Das aber kann nicht das Ziel eines Gegners sein, und darum ist diese Vorstellung unrealistisch.

Gegen alle anderen Formen eines Krieges aber, gleich ob er mit ABC- oder konventionellen Waffen geführt wird, gibt es wirkungsvolle Vorsorge- und Schutzmaßnahmen, die in den vorausgegangenen Abschnitten eingehend erläutert wurden.“

Es folgen Informationen über „wirkungsvollste Schutzmaßnahmen“, z.B. dem “Hausschutzraum“. Der würde gegen „herabfallende Trümmer“ schützen, gegen „radioaktive Niederschläge“, gegen „Brandeinwirkungen und biologische und chemische Kampfstoffe“, usw., usw.

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